... ist eine freundliche, ältere Dame, der man getrost ein beachtliches Maß an Naivität und Weltfremdheit bescheinigen kann. Mit der Motorik hapert es wohl bisweilen, ihr Lachen und ihre Kleidung erinnern stark an eine Hexe, aber davon abgesehen ist sie eine angenehme Person, die sich vor allem durch ihren unerschütterlichen Optimismus auszeichnet.
Die Gräfin ist eine Schwester von Bodo Graf Schreckenstein und die Besitzerin von Schloß Rülpshorst. Leider hat sie mit diesem alten Bauwerk jedoch ein kleines Problem: Sie würde ihr Domizil nur zu gerne zu einem richtigen Hotel ausbauen, um damit den Erhalt des Schlosses zu finanzieren, aber die Geister, die auf Rülpshorst spuken, vergraulen ihr ständig die Gäste.
Aus diesem Grund hat sie sich entschlossen, die Ritter von Burg Schreckenstein und die Mädchen von Rosenfels (die von den Rittern auch gerne als "Hühner" bezeichnet werden) um Hilfe zu bitten:
"In der Familie gibt es eine Legende. (...) Sie besagt: Wenn viele junge Leute, die unerschütterlich glauben, daß es keine Geister gibt, eine Nacht lang das Schloß mit Tanz und heiterer Laune erfüllen, ziehen sich die unsichtbaren Störenfriede für immer zurück. (...) Wenn Ihr es nicht schafft, mit Eurer unbeschwerten Fröhlichkeit, bleibt, nach der Legende, noch die große Mutprobe."
(Oliver Hassencamp, "Die Gruseltour von Schreckenstein")
Das ist also der Grund, warum die Gräfin alle Ritter und Hühner zu einer großen Party eingeladen hat!